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Nationale Distanzritte Mitteldeutschland
Frederic


Frederic

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Frederic wurde am 26. Juni 2006 in Göttingen geboren. er leidet an einer schweren Hirnfehlbildung unklarer Ätiologie. Die genetische Untersuchung ergab ein wahrscheinlich bislang unbekanntes Syndrom. Er ist geistig und körperlich auf dem Stand eines Kleinstkindes von weit unter einem Jahr. Er ist auf dauernde Hilfe angewiesen, Greifen oder Sprechen wird er wahrscheinlich nie lernen. An der Erlernung grobmotorische Fertigkeiten (z.B. sich drehen, sitzen) arbeiten wir mit diversen Hilfsmitteln und Therapien. Durch seinen hypotonen Muskeltonus verschlechtert sich seine Haltung allerdings ständig. Stehen wird er nicht lernen können, zumal eine Hüfte luxiert, die andere Hüfte subluxiert ist. Er hat (trotz seiner Hypotonie) in die Gliedmaßen einschießende "extrapyramidale Bewegungsstörungen", deren Häufigkeit und Heftigkeit glücklicherweise durch medikamentöse Therapie inzwischen deutlich gebessert werden konnte. Außerdem hatte er epileptische Anfälle, die medikamentös nur halbwegs zufriedenstellend einzustellen waren. Im Schnitt hatte er ca. 30 Anfälle im Monat, teilweise mehrfach täglich, sowohl tags als auch nachts, die glücklicherweise seit ca. 3 Jahren von allein aufgehört haben. Er ist mittelgradig schwerhörig und stark sehbehindert und mit Hörgeräten und Sehhilfe versorgt.

Frederic erhält regelmäßig täglich Therapien, sowohl in der Schule als auch zu Hause, teilweise auch mehrfach täglich: Physiotherapie nach Bobath und Vojta, Ergotherapie, Logopädie, Akupunktur, Ostheopathie, ausserdem steht er täglich in seinem Stehbrett und trainiert so die Rumpfmuskulatur, und er geht mehrmals im Monat mit zum Schwimmen/Baden.

Seit ca. fünf Jahren bringen wir Frederic einmal die Woche zur Hippotherapie im Therapeutischen Reitverein St. Martin nach Niedernjesa zu Ursl Hübner, was ihm meistens sehr gut gefällt. Durch das Reiten wird sein Becken in eine natürliche Gehbewegung gebracht, was dazu führt dass er sein Gleichgewicht im Rumpf finden und halten muss. Er muss also aktiv in die Aufrichtung kommen, was seine Rumpfmuskulatur stärkt und seine Koordination verbessert. Seit dem Beginn der Hippotherapie hat er schon gute Fortschritte gemacht, und selbst wenn er aufgrund von Bewegungsstörungen und/oder epileptischen Anfällen schlecht geschlafen hat, ist seine Leistung auf dem Pferd oft erstaunlich gut, natürlich im Rahmen seiner Möglichkeiten. Frederic kann sich selbst schlecht spüren und mag gerne sehr kräftige, deutliche Reize (z.B. gekitzelt, abgeklopft, durchgeschüttelt werden).Das Reiten mit diesen eindeutigen Reizen ist daher ideal für ihn.

Die Koordination und Kräftigung von Frederics Rumpfmuskulatur ist für uns derzeit eines der wichtigsten Ziele, um seiner Skoliose und seiner Kyphose entgegenzuwirken. Deshalb möchten wir Frederic auf jeden Fall auch weiterhin einmal wöchentlich zur Hippotherapie bringen. Langfristig möchten wir sein wöchentliches Training im Therapeutischen Reitverein durch ein spezielles tägliches Gerätetraining unterstützen.